Inside Rotom: CEO Paul Rombeek berichtet von seinen ersten Eindrücken

Inside Rotom: CEO Paul Rombeek berichtet von seinen ersten Eindrücken

Dieses Interview bietet einen ersten Einblick in die Herangehensweise von Paul Rombeek an seine Rolle als CEO von Rotom. Er spricht über die Erkenntnisse, die er in den ersten Monaten gewonnen hat, darunter seine Sicht auf unser europäisches Netzwerk und die Arbeitsweise unseres Unternehmens. Paul geht zudem auf Führung, Zusammenarbeit und die strategischen Prioritäten ein, die das langfristige Wachstum von Rotom unterstützen werden. Das Gespräch befasst sich auch mit aktuellen Herausforderungen der Branche, darunter Entwicklungen wie das EU-PPWR-Rahmenwerk.

Seit seinem Amtsantritt als CEO bei Rotom im Februar 2026 hat Paul Rombeek seine ersten Monate damit verbracht, Kollegen in ganz Europa kennenzulernen, Standorte von Rotom Portugal im Westen bis hin zu Rotom Polen im Osten zu besuchen und sich einen genauen Einblick in die täglichen Abläufe zu verschaffen, die unser Geschäft vorantreiben. Außerdem hat er an zahlreichen strategischen Besprechungen teilgenommen, wodurch er sich einen umfassenden Überblick über die Ziele von Rotom sowie die bevorstehenden Herausforderungen und Chancen verschaffen konnte. Durch diese Erfahrungen hat er sich einen ersten Eindruck von unseren Mitarbeitern, unserer Arbeitsweise und der Richtung verschafft, in die sich Rotom als europäisches Netzwerk entwickelt.

Im folgenden Interview blickt Paul auf seine ersten Monate bei Rotom zurück und teilt seine Sicht auf die Menschen, Werte und Chancen, die unsere Zukunft prägen werden.

Lernen Sie Paul Rombeek kennen:

Paul kehrte 2022 in die Niederlande zurück, nachdem er mehr als 20 Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet hatte. Er verfügt über mehr als 25 Jahre internationale B2B- und B2C-Erfahrung in Europa, Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum und hat einen soliden Hintergrund in den Bereichen Transport, Logistik und kundenorientierte Dienstleistungsunternehmen. Im Laufe seiner Karriere hatte Paul Führungspositionen bei Unternehmen wie der Koninklijke Rotra Group, Flexport, Jetstar Asia, Tiger Indonesia und Air France-KLM inne. Seine internationale Erfahrung hat ihm eine breite Perspektive in Bezug auf Führung, Kundenorientierung und den Aufbau erfolgreicher Organisationen in verschiedenen Märkten und Kulturen vermittelt.

Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Gespräch nehmen, Paul. Was hat Sie zu Beginn Ihrer Tätigkeit als CEO in den ersten Monaten bei Rotom am meisten beeindruckt?

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die Leidenschaft, die die Menschen für unser Unternehmen, unsere Produkte und unsere Ziele an den Tag legen. Wo immer ich an unseren europäischen Standorten hinkomme, begegne ich Kollegen, denen Paletten, Qualität und Kreislaufwirtschaft wirklich am Herzen liegen. Diese Begeisterung und dieses Engagement sind auf allen Ebenen der Organisation und bei allem, was wir tun, spürbar. Es ist dieses gemeinsame Engagement, das Rotom zu etwas ganz Besonderem macht.

Was haben Sie über die Menschen und Teams in Rotoms europäischem Netzwerk gelernt?

Was mir besonders aufgefallen ist, ist der Unternehmergeist unserer Mitarbeiter. Rotom ist in den letzten vier Jahrzehnten erheblich gewachsen, doch wir haben uns die Flexibilität und die praxisorientierte Mentalität eines Start-ups bewahrt. In allen unseren Teams sehe ich Menschen, die neugierig und lernbegierig sind und stets nach Möglichkeiten suchen, sich zu verbessern. Es herrscht eine echte Bereitschaft, bestehende Vorgehensweisen zu hinterfragen, Ideen auszutauschen und dazu beizutragen, das Unternehmen voranzubringen. Diese Kombination aus Flexibilität, Eigeninitiative und praxisorientiertem Denken ist eine echte Stärke unseres Unternehmens.

Was war bisher Ihr prägendster Moment bei Rotom?

In meinen ersten Monaten bei Rotom gab es viele unvergessliche Momente, doch einer sticht besonders hervor: das internationale Geschäftstreffen bei Rotom Belgien im März, bei dem alle unsere Geschäftsführer zusammenkamen. Das Besondere daran war, dass jeder von ihnen weit mehr als nur einen Geschäftsbereich vertritt – sie repräsentieren ihre Landesorganisation, ihre Teams, ihre Kunden und jahrelange Erfahrung in ihren lokalen Märkten. Ob von Rotom Niederlande, Rotom Frankreich oder einer unserer anderen lokalen Organisationen – jeder brachte sein eigenes Fachwissen, seine Perspektiven und eine gemeinsame Leidenschaft für das Geschäft ein, was für eine großartige Energie im Raum sorgte. Es war inspirierend zu sehen, wie offen die Menschen ihre Erfahrungen und Ideen austauschten und gleichzeitig nach Wegen suchten, gemeinsam als eine Organisation stärker zu werden. Das hat mich dafür begeistert, was wir in den kommenden Jahren gemeinsam erreichen können.

Was ist für Sie die wichtigste Charaktereigenschaft bei Menschen?

Für mich ist Neugier der wichtigste Charakterzug. Neugierige Menschen lernen ständig dazu, stellen Fragen und suchen nach besseren Lösungswegen. Sie sind offen für neue Ideen und bereit, den Status quo in Frage zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass Neugier die Grundlage sowohl für persönliches Wachstum als auch für unternehmerische Verbesserungen ist. Deshalb suche ich immer nach Menschen, die lernbegierig sind, Eigeninitiative zeigen und sich selbst sowie ihre Mitmenschen kontinuierlich weiterentwickeln. Diese Eigenschaft finde ich auch überall bei Rotom Europe wieder, und sie ist einer der Gründe, warum sich das Unternehmen im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und gewachsen ist.

Inwiefern hat Ihr internationaler Hintergrund die Art und Weise beeinflusst, wie Sie Rotom leiten?

Mein internationaler Hintergrund hat mich gelehrt, dass erfolgreiche Organisationen die Stärke klarer Standards mit der Flexibilität verbinden, sich lokal anzupassen. Ich bin zwar fest von Standardisierung und der Nutzung von konzernweiten Synergien überzeugt, erkenne aber auch an, dass jeder Markt, jeder Kunde und jedes Team anders ist. Was in einem Land funktioniert, muss in einem anderen nicht unbedingt funktionieren. Als Führungskraft halte ich es für wichtig, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und mich bei Bedarf anzupassen. Indem wir eine gemeinsame Ausrichtung mit lokalem Wissen und lokaler Umsetzung verbinden, können wir die besten Ergebnisse sowohl für unsere Mitarbeiter als auch für unsere Kunden erzielen.

Inwiefern schafft Rotoms Kreislaufansatz Ihrer Meinung nach einen Mehrwert für Kunden und die Umwelt?

Nachhaltigkeit ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit von Rotom, doch nun gehen wir den nächsten Schritt und verankern die Kreislaufwirtschaft noch stärker in unserer Strategie. Wir sehen erhebliche Chancen, unser Angebot an Kreislauf-Palettendienstleistungen durch Logistiklösungen wie Vermietung, Rückkauf und Palettenrückgewinnung weiter zu stärken. Diese Dienstleistungen helfen Kunden dabei, Abfall zu reduzieren, Ressourcen besser zu nutzen und die Umweltbelastung ihrer Lieferketten zu verringern, während gleichzeitig die Effizienz gesteigert und langfristiger Mehrwert geschaffen wird. Kreislaufwirtschaft ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch eine smarte wirtschaftliche Entscheidung, die Kunden dabei unterstützt, nachhaltigere und widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen.

Wie erleben Sie die aktuellen Herausforderungen in der Logistikbranche, einschließlich Entwicklungen wie der PPWR (Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle)?

Die Logistikbranche steht weiterhin vor Herausforderungen wie steigenden Kosten, Störungen in der Lieferkette und geopolitischer Unsicherheit. In diesem Umfeld suchen Kunden nach Lösungen, die ihnen helfen, effizienter und zuverlässiger zu arbeiten. Gleichzeitig rücken durch Vorschriften wie die EU-PPWR Nachhaltigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen stärker in den Fokus, was wir als positive Entwicklung betrachten. Dies steht in engem Einklang mit dem Kurs, den Rotom seit vielen Jahren verfolgt. Durch unseren Fokus auf Kreislaufwirtschaft haben wir die Systeme, Prozesse und die Infrastruktur geschaffen, die erforderlich sind, um die Lebensdauer von Paletten zu verlängern und Ressourcen besser zu nutzen. Wir sind der Überzeugung, dass Paletten während ihres gesamten Lebenszyklus so intelligent und effizient wie möglich eingesetzt werden sollten, um Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und gleichzeitig die Umweltbelastung zu verringern. Aus diesem Grund betrachten wir die PPWR nicht nur als regulatorische Änderung, sondern auch als Chance, smartere und nachhaltigere Lieferketten voranzutreiben.

Wie sehen Sie die Rolle des Rotom-Sicherheitsprogramms bei der Unterstützung unserer Mitarbeiter und der Gewährleistung einer hervorragenden Betriebsleistung?

Bei Rotom steht Sicherheit immer an erster Stelle. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur dann erfolgreich sein können, wenn bei der Sicherheit keine Kompromisse eingegangen werden und sie in allem, was wir tun, verankert ist. Eine unserer Prioritäten ist es, ein einheitliches Regelwerk an Sicherheitsstandards für alle unsere operativen Gesellschaften zu etablieren, um in jedem Markt einen einheitlichen Ansatz zu gewährleisten. Unterstützt wird dies durch Initiativen wie das „Safety Green Cross“ und die Produktionsinformationstafeln in unseren „War Rooms“. Ein wesentlicher Bestandteil unseres Ansatzes ist zudem das „Near-Miss“-Programm, das uns hilft, Risiken zu erkennen und daraus zu lernen, bevor es zu Unfällen kommt. Durch die kontinuierliche Stärkung unserer Sicherheitskultur schaffen wir einen sichereren Arbeitsplatz für unsere Mitarbeiter und einen stabileren, zuverlässigeren Betrieb für unsere Kunden.

Wo sehen Sie die größten Wachstumschancen für Rotom in den kommenden Jahren?

Ich glaube, die größte Chance für Rotom liegt darin, dass wir in einer Welt, in der Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden, sehr gut positioniert sind. Immer mehr Kunden suchen nach nachhaltigen Logistiklösungen, die ihnen helfen, Abfall zu reduzieren, die Effizienz ihrer Lieferkette zu verbessern und die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu verringern. Mit unserem europäischen Netzwerk, unserer Expertise im Bereich Paletten und Ladungsträger sowie unseren Dienstleistungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft sind wir bestens aufgestellt, um diesen Wandel zu unterstützen. Indem wir weiterhin innovativ sind und unseren Kunden helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, haben wir eine großartige Chance, gemeinsam zu wachsen.

Vielen Dank, Paul, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus Ihren ersten Monaten bei Rotom mit uns zu teilen.

Eindrücke aus verschiedenen Teilen Rotoms

Paul hat zwar seine ersten Eindrücke von Rotom geschildert, doch Führung zeigt sich letztendlich erst im täglichen Miteinander. Wir haben eine Reihe von Kollegen aus dem gesamten Unternehmen gebeten, über die Auswirkungen und Prioritäten nachzudenken, die sie in seinen ersten Monaten als CEO beobachtet haben.

Marcel van de Sande, Chief Operating Officer, Rotom Europe

„Pauls Botschaft zum Thema Sicherheit ist stets klar und konsequent. Er geht mit gutem Beispiel voran und betont, dass Sicherheit keine Priorität ist, die sich ändern kann – sondern ein Wert, der unser gesamtes Handeln leiten sollte.“

Ronald van Beers, CISO und IT-Leiter, Rotom Europe

„Was mir besonders auffällt, ist Pauls Fokus darauf, langfristig das Richtige zu tun. In der IT bedeutet das, in Datenschutz, Ausfallsicherheit und die Zukunft des Unternehmens zu investieren. Dank seiner Unterstützung konnten wir die NIS2-Zertifizierung Supply Chain SC30 an allen unseren europäischen Standorten erreichen, wodurch Rotom als erstes Unternehmen in der holzverarbeitenden Industrie diesen Meilenstein erreicht hat.“

Sharayu Mishal, Nachhaltigkeitsbeauftragte, Rotom Europe

„Was ich sehr schätze, ist, dass Paul Nachhaltigkeit nicht als eigenständiges Thema betrachtet. Er stellt stets einen Bezug zu unseren Kunden, unserer Strategie und unserem zukünftigen Wachstum her. Dieses Engagement seitens des CEO hilft uns dabei, unsere Ziele in die Tat umzusetzen und die Dynamik im gesamten Unternehmen weiter aufrechtzuerhalten.“

Safak Aktekin, Geschäftsführer Rotom Deutschland

„Da ich erst im Mai dieses Jahres zu Rotom gekommen bin, bin ich selbst noch relativ neu in der Organisation. Für mich ist es unglaublich wertvoll, über eine solide Grundlage in meinem lokalen Markt zu verfügen, verbunden mit einer klaren Ausrichtung für die Gruppe. Obwohl Paul erst wenige Monate vor mir zu Rotom gekommen ist, hat er schnell für eine einheitliche Ausrichtung innerhalb der gesamten Organisation gesorgt und ein klares Gespür dafür vermittelt, in welche Richtung wir gemeinsam gehen.“

Miguel Correia, Geschäftsführer Rotom Portugal

„Nach 18 Jahren bei Rotom habe ich aus erster Hand erlebt, wie viel wir von Kollegen aus verschiedenen Ländern und Märkten lernen können. Paul fördert diesen Austausch von Wissen und Erfahrungen aufrichtig. Er schafft ein Umfeld, in dem sich die Menschen wohlfühlen, Ideen auszutauschen, sich gegenseitig konstruktiv herauszufordern und voneinander zu lernen. So entstehen stärkere Teams und bessere Entscheidungen.“

Die wichtigsten Erkenntnisse

Während Rotom in ganz Europa weiter wächst, spiegeln Pauls erste Eindrücke wider, was unser Unternehmen ausmacht: engagierte Mitarbeiter, unternehmerisches Denken, das Bekenntnis zu Sicherheit und Nachhaltigkeit sowie der Glaube an kontinuierliche Verbesserung. Zusammen mit unserem Fokus auf nachhaltige Ladungsträger und zirkuläre Logistiklösungen bilden diese Stärken eine solide Grundlage für die Zukunft. Indem wir weiterhin voneinander lernen und innerhalb unseres europäischen Netzwerks zusammenarbeiten, sind wir bestens aufgestellt, um die Chancen der Kreislaufwirtschaft zu nutzen, die vor uns liegen.

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